Veröffentlicht am 4. Dezember 2014

Großväterland - Comic-Projekt aus der Region sucht Unterstützer

Erlebnisse von Weltkriegs-Augenzeugen sollen in einer Grafik-Novelle mit Leben gefüllt werden


Auszüge aus der Grafik-Novelle "Großväterland"
Bildquelle: © Markus Freise, 2014

Über die sozialen Netzwerke habe ich vor einigen Tagen von einem spannenden Projekt gelesen, das ich für so gelungen halte, dass ich ihm einen kleinen Blog-Beitrag widmen wollte, zumal das Projektteam aus der Region Osnabrück / Bielefeld stammt und daher mein besonderes Interesse geweckt hat.

Unter dem Projekttitel "Großväterland" (im Web unter http://www.grossvaeterland.de/ zu erreichen) planen die drei Initiatoren Markus Freise, Alex Kahl und Christian Hardinghaus derzeit einen Comic-Band mit Geschichten aus dem 2. Weltkrieg.

Besonderen Wert erhält "Großväterland" hierbei durch seine Authentizität, denn gegenüber der Vielzahl an bisweilen frei erfundenen Weltkriegs-Romanen und -Filmen stehen hinter jedem Protagonisten und jeder seiner Geschichten lebende Zeitzeugen, deren Erlebnisse möglichst originalgetreu wiedergegeben werden sollen. Die skizzierten Schauplätze und Handlungsstränge basieren also auf wahren Begebenheiten, deren Wahrheitsgehalt zusätzlich durch historische Querverweise und Hintergrundinformationen, welche in Form von Sonderseiten in die Comics einfließen, belegt werden.

Ein Reizthema dieser mehrsprachig geplanten Grafik-Novelle dürften allerdings die abgebildeten Charaktere selbst sein. Ist man es ja eher gewöhnt, die Geschichten der Sieger zu lesen, wird in Großväterland speziell auf die Erlebnisse deutscher Kriegsteilnehmer gesetzt - ein bisher in Comic-Form wohl einzigartiger Versuch, der hoffentlich gelingt.

Derzeit fehlt es den Ideengebern allerdings noch an finanzieller Unterstützung. Daher sucht das dreiköpfige Team noch Financiers, die sich in Form eines Crowdfundings an dem Projekt beteiligen wollen (zu erreichen unter https://www.indiegogo.com/projects/grossvaterland-graphic-novel-about-ww2-in-germany).

In meinen Augen ein sehr interessantes und unterstützenswertes Projekt.

Zuletzt aktualisiert am 26. Januar 2017 von Hauke Haubrock