Objektinformationen

Im Zuge der ersten Luftschutzmaßnahmen bei Kriegsbeginn wurde auch der alte Wehrturm an der Hasemauer für den Zivilschutz umfunktioniert. So begann man im Herbst 1939 mit dem Ausbau des zwischen 1517 und 1519 errichteten Bürgergehorsams in der Osnabrücker Altstadt.

Um den mittelalterlichen Turm mit seinen bis zu 3,50 Meter starken Aussenwänden für den Luftschutz nutzen zu können, wurden jedoch nur kleinere bauliche Anpassungen vorgenommen. So sollen die Schießscharten in den Aussenwänden provisorisch verschlossen und eine Notbeleuchtung installiert worden sein. Gegenüber dem Mäuseturm am Johannisturwall, welcher nahezu vollständig mittels Stahlbeton verbunkert wurde, verzichtete man hier jedoch darauf, eine sichere Abschlussdecke zu errichten oder die Aussenwände durch zusätzliche Panzerung zu verstärken. Die alte Wehranlage galt daher nicht als bombensicher.

Aufgrund des geringen offiziellen Fassungsvermögens mit nur 46 Schutzplätzen ist zudem davon auszugehen, dass nicht alle Stockwerke des "Bunkers" für den Luftschutz freigegeben wurden.

Den Bombenkrieg gegen Osnabrück überstand der Bürgergehorsam im Gegensatz zur umliegenden historischen Bebauung nahezu unbeschadet. Heute ist das Innere des alten Turms im Rahmen von Stadtführungen zu besichtigen.

Zusammenfassung

Baubeginn
Herbst 1939
Inbetriebnahme
Herbst 1939
Deckenstärke
keine Angabe
Aufnahmekapazität (offiz. Angaben)
46 Personen
  • Kapazität bei regulärer Belegung

zur Übersichtskarte Standort

  • Nächstgelegene Straße: Hasetorwall, 49076 Osnabrück
  • Kartendaten: © Esri / ArcGIS | arcgis.com