Einführung der Vorentwarnung

Am 14. Januar 1944 wurde im Deutschen Reich die so genannte "Vorentwarnung" in Form von drei lang anhaltenden Sirenentönen eingeführt. Dieses Signal erönte fortan, wenn das Gros der alliierten Flugzeuge das Gefahrengebiet verlassen hatte und die unmittelbare Gefahr eines Luftangriffs weitestgehend ausgeschlossen werden konnte. Flak-Feuer und vereinzelte Bombenabwürfe waren aber explizit auch nach der Vorentwarnung möglich.

Grund für die Einführung dieses neuen Signals war die ständig wachsende Zahl und Dauer feindlicher Überflüge, die dem öffentlichen Leben und insbesondere der deutschen Wirtschaft schwer zusetzten, da das öffentliche Leben während eines Fliegeralarms völlig zum Stillstand kam. Durch die Vorentwarnung war es nun erlaubt, nach ertönen des Signals die Schutzräume vorzeitig zu verlassen und die Arbeiten wieder aufzunehmen, obwohl noch immer akute Luftgefahr herrschte. Damit war dieser Erlass eine weitere Ergänzung zur Einführung der öffentlichen Luftwarnung im Herbst 1942.


Weitere Ereignisse im Januar 1944

  1. Dienstag, 11. Januar 1944, 11:00 Uhr

  2. Bombeneinschläge entlang der Windthorststraße am Schinkelberg. Am 11. Januar 1944 warfen hier us-amerikanische Bomber über 130 Sprengbomben ab. Links sind die Bremer Straße und das Widukindland zu erkennen, am unteren bildrand mittig die Goldkampstraße und der Kapellenweg, rechts der Gretescher Weg.
    Bombeneinschläge entlang der Windthorststraße am Schinkelberg. Am 11. Januar 1944 warfen hier us-amerikanische...
    Bildquelle: RAF / USAAF, um 1944

    Dienstag, 11. Januar 1944, 11:07 Uhr