36. Luftangriff auf Osnabrück

Am Nachmittag des 19. September 1944 griff ein Verband von 12 (13?) B17-Bombern der 303. Bombergruppe der 8. USAAF die Stadt Osnabrück an. Die Maschinen waren Teil des 359. Bomber-Geschwaders, bestehend aus 36 Maschinen, welches neben Osnabrück auch Bahnanlagen in Hamm angreifen sollte. Starke Bewölkung über Osnabrück erschwerte es dem Verband allerdings das Ziel beim ersten Überflug zu lokalisieren, so dass ein erneuter Anflug notwendig wurde. Doch auch der zweite Angriffswelle schlug fehl. Die meisten Bomben, die offenbar dem Rangierbahnhof im Fledder zugedacht waren, detonierten in der benachbarten Wohnsiedlung am Piärkamp und an der Kiebitzheide. Hierbei wurden 16 Wohnhäuser vollständig zerstört und 95 beschädigt, davon 9 schwer. Getroffen wurde möglicherweise auch die Baustelle des Luftschutzturms Kiebitzheide, welche noch im Jahr 1944 aus noch unbekannten Gründen aufgegeben wurde. Die Schäden im Bereich der Bahnanlagen blieben hingegen gering.

Bei dem Angriff wurden vier Personen im Fledder verletzt, 150 Anwohner mussten ausquartiert werden. Tote Zivilisten wurden nicht gemeldet. Auf Seiten der Alliierten gab es während des Angriffs keine Verluste, obwohl im Missionsbericht von massivem, jedoch ungenauem Flak-Feuer im Raum Osnabrück berichtet wurde. Erst auf dem Heimweg, der das Geschwader aufgrund eines Navigationsfehlers zunächst weit nach Süden verschlug, soll eine B17 im nördlichen Ruhrgebiet abgeschossen worden sein, wo die Flugabwehr wesentlich genauer agiert haben soll. Insgesamt wurden eine weitere Maschine schwer und 14 der 36 B17 leicht beschädigt.


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