19. Luftangriff auf Osnabrück

Erster amerikanischer Luftangriff durch Flugzeuge der 303., 384. und 445. Bombergruppe auf Osnabrück. Es war (abgesehen von dem Ereignis am 3. Oktober 1943) der erste Luftangriff auf Osnabrück seit dem 6. November 1942. Primärziele des Verbands waren Bahnanlagen in Münster und das Eisenbahnkreuz in Osnabrück. Die 384. Gruppe verfehlte offenbar ihr Ziel und warf die Bomben auf freier Fläche zwischen Hopsten und Recke ab. Die anderen Gruppen erreichten die Stadt unter schwerem Flakbeschuss planmäßig gegen 13:55 Uhr.

Der Anflug auf die Hasestadt erfolgte in einer Höhe von 7.000 Metern. Das eigentliche Ziel wurde durch die dichte Wolkendecke und durch eine Fehlfunktion in der Pathfinder-Maschine jedoch verfehlt. Getroffen wurde stattdessen das nördliche Stadtgebiet (Haste, Dodesheide, Eversburg) sowie die Gemeinden Rulle, Lechtingen und Icker.

Abgeworfen wurden 122 (121?) Sprengbomben und 296 Brandbomben, davon 200 Stabbrandbomben. 9 Wohnhäuser wurden zerstört, 92 weitere beschädigt. Der Sachschaden betrug 1.119.000 Reichsmark.

Der Angriff forderte 11 Tote und 10 Verletzte in der Stadt. Die USAAF verlor bei diesem Einsatz mindestens 22 Maschinen, 17 Bomber der 445. BG gingen alleine beim Angriff auf Osnabrück verloren (fünf B-17 und zwölf B-24) .


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