18. Luftangriff auf Osnabrück

Überraschender Tagangriff der Royal Air Force am 6. November 1942. Ein einzelner Bomber warf 11 Sprengbomben über der Stadt ab (genauer Standort unklar). Das Flugzeug war Teil eines größeren Verbands von 14 Wellingtons und fünf Lancasters des 18. Squadrons, welche an diesem Tag Essen, Wilhelmshaven und Osnabrück angreifen sollten. Aufgrund der Wetterlage (starke Bewölkung) wurden jedoch nur Wilhelmshaven und Osnabrück angeflogen. Von den 21 Maschinen warfen nur insgesamt sechs Bomber ihre todbringende Fracht ab. Verluste auf Seiten der RAF gab es bei dem Angriff nicht, wohl aber unter der Zivilbevölkerung. Erstmals hatten die Osnabrücker an diesem Tag die trügerischen Nachteile der neu eingeführten öffentlichen Luftwarnung zu spüren bekommen, denn viele Menschen waren zum Zeitpunkt des Angriffs (noch) nicht in den Schutzräumen. Die Folge waren 36 (35?) Verletzte und 4 (3?) Tote, darunter ein französischer Kriegsgefangener. Der Sachschaden belief sich auf 1.520.000 Reichsmark; 90 Wohnhäuser wurden beschädigt, 10 vollständig zerstört.