13. Luftangriff auf Osnabrück

Bombenschäden am Haus Große Straße 67/68. Auf der Rückseite steht...
Bildquelle: Fotograf unbekannt, Smlg Haubrock, 21.6.1942

In der Nacht zum 20. Juni 1942 erfolgte gegen 01:40 Uhr der erste größere Luftangriff auf Osnabrück.

Gegen 01:10 Uhr ertönte der Fliegeralarm. Es war für Osnabrück bereits der 278. seit Kriegsausbruch. Doch gegenüber den vorhergegangenen Störangriffen einzelner Maschinen war nun ein britischer Verband mit 28 Bombern des neuen Typs "Lancaster" im Anflug. In drei Wellen warfen die Maschinen gegen 01:40 Uhr ihre tödliche Last über der Stadt ab. Zu den 52 Sprengbomben und 8.790 Brandbomben (davon 8.230 Stabbrandbomben) warfen die Alliierten erstmals auch zwei Luftminen über Osnabrück ab.

Der Angriff zeigte Wirkung. Vom Rosenplatz bis zur Hasestraße zog sich eine Spur der Verwüstung. Insgesamt 89 (90?) Wohnhäuser, sieben Betriebe (u.A. Frye, Hammersen und Weymann) und das Polizeirevier II am Rosenplatz wurden bei diesem Luftangriff zerstört. Am Nikolaiort hatte es unter anderem die Firmen Lengermann & Trieschmann, Carl Schäffer und das Hotel Dütting erwischt. Weitere 889(894?) Wohnhäuser, der Dom, zwei Schulen und 16 Betriebe wurden teilweise zerstört oder beschädigt. Der materielle Verlust soll sich auf 30.000.000 Reichsmark belaufen haben. Insgesamt zehn (11?) Menschen starben an den Folgen des Angriffs, 37 (53?) wurden verletzt.

Das Oberkommando der Wehrmacht vermeldete hierzu am 20. Juni in einer Radiodurchsage:

"(...) Britische Bomber griffen in der letzten Nacht einige Orte in Nordwestdeutschland vorwiegend mit Brandbomben an. In Osnabrück wurden zahlreiche Gebäude getroffen. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. Neun britische Bomber wurden abgeschossen. (...)"


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