Objektinformationen

Der "Lohbunker" am Vitihof mit Entfestigungsöffnungen in der Aussenwand.
Bildquelle: Ansichtskarte, 1960er

Der sogenannte "Lohbunker" war ein Hochbunker in der Osnabrücker Altstadt, gelegen zwischen Lohstraße und Hasemauer, etwa auf Höhe des heutigen Parkhauses Vitihof.

Mit dem Bau der Luftschutzanlage wurde im Juli 1941 begonnen, die Grundfläche war mit 11,5 Metern Breite und 37,5 Metern Länge in etwa vergleichbar mit dem bereits 1940 begonnenen Hochbunker am Stahlwerksplatz, Buersche Straße. Jedoch besaß der "Lohbunker" gegenüber seinem viergeschossigen Pendant im Schinkel nur drei Ebenen und fasste daher lediglich 900 Personen.

Nach seiner Fertigstellung im Jahr 1942 wurden umgehend Teilbereiche des Erdgeschosses für die Luftschutzpolizei hergerichtet, die von nun an die Koordination der Feuerwehren zur Brandbekämpfung nach Luftangriffen und auch Instandsetzungsarbeiten von hier aus leitete. Die übrigen Räume des Bunkers waren für den öffentlichen Luftschutz freigegeben. Während der schweren Angriffe der letzten Kriegsjahre zählte man hier angeblich bis zu 3.000 Schutzsuchende, also mehr als das Dreifache der Normbelegung.

Trotz der schweren Zerstörungen in der Altstadt blieb der Hochbunker bis ins Jahr 1945 von schweren Schäden verschont. Drei Jahre später wurde der Bau dann jedoch im Auftrag der britischen Militärregierung durch Öffnungen in den Bunkerwänden "entfestigt" und später, gegen Ende der 1960er-Jahre, vollständig abgerissen. Heute weist vor Ort nichts mehr auf die einstige Existenz des Hochbunkers hin. Am Standort des Lohbunkers steht heute das Parkhaus Vitihof.

Zusammenfassung

Bauherr
Stadt Osnabrück
Baubeginn
Juli 1941
Inbetriebnahme
1942
Außenmaß - Länge
11,50 Meter
Außenmaß - Breite
37,50 Meter
Anzahl Stockwerke
3
  • Die Zahl beinhaltet ggf. auch Kellergeschosse
Aufnahmekapazität (offiz. Angaben)
900 Personen
  • Kapazität bei regulärer Belegung
Baumaterial
Eisenbeton
Anmerkungen zum Zustand
abgerissen

Standort

  • Nächstgelegene Straße: Lohstraße, 49074 Osnabrück
  • Kartendaten: © Esri / ArcGIS | arcgis.com